Hans  Scholl 

1918-1943

 Sophie Scholl

 1921-1943

Die Geschwister Scholl gründeten mit Freunden
an der Münchener Universität die
Widerstandsgruppe "Weiße Rose"

Unsere Krauschwitzer Oberschule trägt den Ehrennamen "Geschwister Scholl".
Hans und Sophie, zwei bewusste junge Christen, leisteten in finsterster Zeit Widerstand gegen die nationalsozialistischen Machthaber und bezahlten das mit ihrem Leben. Sie gingen in den Märtyrertod, weil sie "GOTT mehr gehorchten als den Menschen". Die eigene Überzeugung gegenüber einer Mehrheit Andersdenkender zu vertreten, gar Widerstand gegen die Obrigkeit zu leisten, erfordert Mut.
Im Dritten Reich bedeutete schon der Versuch freier Meinungsäußerung oft genug den sicheren Tod, wie das Schicksal der Geschwister Scholl zeigt. Am 22. Februar 1993 jährt sich der Tag ihrer Hinrichtung zum fünfzigsten Mal. Als Mitglieder der Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose" hatten sie gegen das Nazi- Regime gerichtete Flugblätter in der Münchener Universität ausgelegt. Als sie den Rest in den Lichtschacht des Treppenhauses warfen überraschte sie der Hausmeister und übergab sie der Gestapo.

Als Schüler, selbst einige Jahre in NS-Jugendverbänden erkannten sie bald, daß unter Hitler Deutschland zum Kasernenhof und zur Todesfestung verkommen war. So hatten sie und ihre Freunde heimlich damit begonnen Flugblätter zu verfassen, zu drucken und zu verbreiten, um über die Machenschaften aufzuklären. Sophie Scholl fand die Bestätigung für ihr Tun in der Bibel im Jakobusbrief des Neuen Testaments: "Seid aber Täter des Wortes und nur nicht Hörer allein." Bruder Hans hatte von dem Schriftsteller Stefan Zweig gelernt , daß die Menschheitsgeschichte ihre "Sternstunden" denen verdankt, die nur ihrem Gewissen folgen und sich nicht einer Mehrheit anpassen, die schweigt und wegsieht, anstatt aufzuschreien.

Darum der Name "Die Weiße Rose": Rein und unbestechlich die Wahrheit sagen. "Wir schweigen nicht. Wir sind euer Gewissen. Die Weiße Rose läßt euch keine Ruhe."
"Ruhestörer" in diesem Sinne sind heute zum Beispiel solche Menschen, die sich vor ausländische Mitbürger stellen, um sie vor Angriffen Rechtradikaler zu schützen. Das erfordert Zivilcourage, wie sie jene Blumenhändlerin zeigte, in deren Laden ein Kunde äußerte: "Aber von der Türkin da lasse ich mich nicht bedienen. "Antwort: "Wenn Sie sich von meiner Mitarbeiterin nicht bedienen lassen, dann werden Sie in diesem Geschäft überhaupt nicht bedient."
(Harald Schrader)

Filmausschnitt
Sophie Scholl - Die letzten Tage
Regie: Marc Rothemund D 2005