Jeder Fünfte hat eine Lernschwäche Christian Köhler (LR) 13.01.2015-13:19   TOP 
Tag der offenen Tür der Oberschule Krauschwitz / Informationen zu Fördermöglichkeiten

Zum Tag der offenen Tür an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Krauschwitz haben sich Eltern und Kinder ihre zukünftige Schule angesehen. Dabei haben Lehrer einen Einblick in Förderschwerpunkte und Ganztagsangebote gegeben.




Natalie aus der Zehnten zeigt Jason Prietz unter Anleitung von Lehrerin Steffi Hahn ein Experiment im Chemiekabinett der Schule.
Foto: Köhler


Die Türen der Geschwister-Scholl-Oberschule stehen weit offen. Eltern und (Noch-)Grundschüler nutzen die Möglichkeit gern, um sich in der Schule und den Fachkabinetten umzusehen. Der zehnjährige Jason Prietz aus Weißwasser sieht sich zusammen mit Mutti und Bruder Juan die Schule an. "Mein Bruder geht schon seit drei Jahren auf die Schule", sagt er. Nun möchte auch er auf die Krauschwitzer Schule. "Wir haben hier gute Erfahrungen gemacht", bestätigt Mutter Dana Prietz. Der Zehnjährige macht am liebsten Sport. "Dafür haben wir viele Ganztagsangebote und AG's" erklärt der stellvertretende Schulleiter Frank Seidel.

Unterdessen sitzen in der zweiten Etage Kerstin Gieseking und Karin Tillack, die sich um den Förderunterricht der Schule kümmern. "Wir beobachten in den letzten Jahren eine Zunahme von Lese- und Rechtschreibschwächen (LRS)", sagt Kerstin Gieseking. Im Schnitt würden fünf Schüler in jeder Klasse sitzen, die eine solche Teilleistungsschwäche aufweisen. In den ersten Wochen des neuen Schuljahrs müssen deshalb alle neuen Schüler ein Übungsdiktat schreiben. "Anhand der dabei durchgeführten Fehleranalyse können wir einen Verdacht auf Legasthenie feststellen", so Gieseking. Anschließend biete die Lehrerin den Eltern an, das Kind durch das Schulamt in Bautzen auf LRS diagnostizieren zu lassen. "Dies ist besonders für den weiteren Schul- und Ausbildungsweg wichtig", erklärt sie. Legasthenie sei keine Krankheit, sondern angeboren und bleibe ein Leben lang. Daher würde der Schüler einerseits in anderen Fächern das oft schlechtere Schriftbild nicht bewertet bekommen, andererseits könnten die Fördermöglichkeiten an der Schule genutzt werden. "Für LRS haben wir parallelen und getrennten Förderunterricht und Materialen für die Klassen fünf bis neun", beschreibt Kerstin Gieseking.

Im Bereich der besonderen Rechenschwäche ist Karin Tillack verantwortlich. "Oftmals zeigt sich eine Rechenschwäche schon im Grundschulalter", so Tillack. Ohne die Mitarbeit der Eltern gehe es aber auch hier nicht. "Gerade in Mathe sollten die Kinder durch eine spezielle Methodik unterrichtet werden", erklärt sie. Stundenlanges Üben mit den Eltern bringe dabei wenig, sondern fördere oftmals nur die Unlust des Kindes.

In Krauschwitz wird für beide Schwächen jeweils eine Förderstunde pro Woche angeboten.


 Krauschwitzer nehmen Sportanlagen in Besitz Lausitzer Rundschau (Gabi Nitsche) 19.06.2014-09:05   TOP 
Investitionskosten: 230 000 Euro / Nun fehlt bei der Modernisierung der Oberschule nur noch ein Puzzle-Stück

Nach der knapp 1,5 Millionen teuren Sporthalle 2013 sind nun auch die Außensportanlagen fertiggestellt. Am gestrigen Mittwoch weihten ihn die Krauschwitzer Oberschüler mit Bürgermeister und Gemeinderäten zünftig ein.


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"Tooor!" erschallt der Jubel vom Soccer-Platz, wo Fünftklässler gerade ein kleines Turnier austragen. Ja, das Fußball-WM-Fieber grassiert auch an der Oberschule Krauschwitz. Die laut Volksmund schönste Nebensache der Welt bildete eine Station innerhalb der Aktion "Kinder stark machen mit dem DFB-Fußballabzeichen".

Besser als mit Sport lässt sich wohl eine neue Anlage wie diese nicht einweihen. Und so testeten die Mädchen und Jungen aus der Klasse 5a die neue 200-Meter-Tartanbahn bei einem Staffellauf auf Herz und Nieren. "Das läuft sich super, so weich und schön", schätzt Ben ein. Er hat als Schlussläufer dem Team "Blau" zum Sieg verholfen. "Vor allem am Start merkt man den Unterschied. Und wenn man hinkracht, tut das nicht so weh wie auf einer Bitumbahn", ist der Fünftklässler überzeugt. Sportlehrerin Sabine Liebsch gibt den Kindern recht. "Die Bahn ist super. Es läuft sich viel besser."

Insgesamt umfassen die Außensportanlagen eine Fläche von knapp 3000 Quadratmetern. Neben der 200-Meter-Bahn gehören ein Handball- und Volleyballfeld genauso dazu wie die eingezeichnete 100-Meter-Bahn sowie eine Kugelstoß- und eine Weitsprunggrube.

Mittendrin liegt der Mini-Soccer-Platz. Den bekam die Oberschule vor sechs Jahren. Krauschwitz schätzte sich damals glücklich, dass einer von 1000 Bolzplätzen bundesweit hier gebaut wurde. Die Aktion startete der Deutsche Fußballbund nach der WM 2006 und übernahm von den 35 000 Euro Kosten 23 000 Euro. Gemeinde und Sponsoren brachten die Differenz auf.

Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) erinnerte bei der gestrigen Einweihung, dass Kommune und Schulleitung seit Jahren gemeinsam bemüht seien, die Schule voranzubringen. Die neue Sporthalle, die im März 2013 fertig gebaut wurde, ist ein Beweis dessen. Über fünf Jahre war Krauschwitz dafür Fördermitteln hinterhergerannt, bis sich endlich 2011 über die Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) in der östlichen Oberlausitz eine Chance bot. Die ließ man sich nicht entgehen. Über eine Million Euro schusterte das Land aus diesem Topf für den Bau der Einfeld-Sporthalle in Passivbauweise zu einschließlich Außensportanlagen. Als dafür ein Nachschlag gebraucht wurde, erhielt Krauschwitz auch diesen. Bürgermeister Mönch dankte dafür, ebenso dem Gemeinderat, der den Weg für das Vorhaben freimachte, und Jürgen Dürr, Baufachmann in der Gemeindeverwaltung, sowie Hagen Neumann vom Planungsbüro Ussath.

Freude und Stolz empfinden die Schüler und Lehrer, wenn sie die schöne neue Anlage betrachten. Das betonte Frank Seidel, der stellvertretende Schulleiter. "Klein, aber fein und eine super Sache für Schüler und uns Kollegen."Seidel lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit den einheimischen Firmen. "Ich hoffe, wir sehen uns auch beim letzten Bauabschnitt wieder", hielt Seidel den Finger in eine offene Wunde – die ausstehende Sanierung des Hauptgebäudes. Vor neun Jahren wurde mit der Sanierung der Oberschule begonnen. Ein Anbau entstand. Der Zahn der Zeit nagte am Altbestand weiter. Dann wurde die Sporthalle erneuert. Was fehlt, seien Haupthaus und Mittelgang. "Wenn wir das noch schaffen würden, wären wir super zufrieden", wandte sich Frank Seidel an Bürgermeister und Räte. Das wäre der letzte Bauabschnitt und das letzte Stück im Puzzle.
       Lausitzer Rundschau  


 Sport frei für Krauschwitz Sächsische Zeitung (Thomas Staudt) 19.06.2014-06:19   TOP 
Der neue Sportplatz an der Oberschule ist eingeweiht. Nun fehlt nur noch ein letzter Schritt zu Sanierung des gesamten Gebäudeensembles.


Mit einem Staffellauf und einem Fußballspiel eröffneten Schüler der Oberschule Krauschwitz gestern den neuen Sportplatz. Foto: as

Er habe früher ganz passable Weiten erzielt, erinnert sich Bürgermeister Rüdiger Mönch, tritt mit dem rechten Fuß auf den Absprungbalken, beugt sich leicht über die Weitsprunggrube und deutet mit rudernden Armen an, wie das wohl ausgesehen haben könnte. Eine kleine Episode am Rande der offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten für den neuen Sportplatz der Geschwister-Scholl-Oberschule gestern in Krauschwitz. Kurze Zeit später, die Reden sind gerade verklungen, geht Rüdiger Mönch über die bloße Andeutung hinaus und dreht gemeinsam mit Gemeinderäten, den Planern, Vertretern der ausführenden Firma und des Landkreises Görlitz eine erste Ehrenrunde auf der neuen 200-Meter-Bahn. Noch etwas später rollt, passend zur Fußball-WM, das Leder. Doch da stoßen die Ehrengäste bereits auf das Vollbrachte an.

Und das kann sich wirklich sehen lassen. In einer Bauzeit von acht Monaten entstanden Laufstrecken für 60 und 100 Meter, die 200-Meter-Bahn, eine Weitsprung- und eine Kugelstoßanlage sowie ein zentrales Volleyballfeld, das so gebaut ist, dass auch Handballspiele möglich sind. Integriert in die Sportanlage ist das Fußball-Kleinfeld, das der Deutsche Fußballbund DFB bereits 2008 sponserte.

Nutzen sollen die Anlage neben den Schülern auch Vereine. Das geht allerdings nur in Absprache mit der Gemeinde. Die Anlage ist umzäunt und mit einer Schließanlage gesichert. Damit zieht die Verwaltung die Lehren aus der Vergangenheit. Der alte Sportplatz war immer wieder mit Scherben und Müll übersät. Für Vandalen gilt die Devise: Wir müssen draußen bleiben! „Eigentlich wollen wir niemanden aussperren. Der Platz soll ja genutzt werden. Aber wir müssen jetzt besser kontrollieren als früher“, sagt Rüdiger Mönch. Über den Schulsport hinaus ist die Nutzung der Anlage deshalb nur mit Chip möglich.

Insgesamt 230000 Euro investierte die Gemeinde in die Anlage. 76000 Euro sind Eigenmittel. Der größere Anteil kommt aus Fördermitteln der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE). Die Entscheidung des zuständigen Regionalmanagements, einen finanziellen Nachschlag zu genehmigen, nennt Rüdiger Mönch weitsichtig. Für die Schule ist der Sportplatz unbezahlbar. Nun könne der Lehrplan ganz anders aufgestellt werden als bisher, sagt Jürgen Dürr vom Bauamt. Denn bis dato mussten Schüler und Lehrer für den Sportunterricht im Freien bis ins Stadion marschieren. Das bedeutet fast eine halbe Stunde Fußweg. Für eine Strecke. „Ich weiß gar nicht, wie die Schule das bisher eingetaktet hat“, so Dürr.

Wie richtig er liegt, kann Frank Seidel nur bestätigen. „Ihr habt jetzt die besten Sport- und wir die besten Arbeitsbedingungen“, sagt der stellvertretende Schulleiter und Sportlehrer an die Schüler gewandt. Seidel hebt trotz des freudigen Anlasses mahnend den Zeigefinger. Die jüngsten Sanierungen haben die Schule sehr vorangebracht, sagt er. West- und Ostflügel des Ensembles aus den 50er Jahren und der neue Sportplatz im Süden können sich sehen lassen. Im Westen steht die für knapp 1,5 Millionen Euro sanierte Turnhalle. Integrativer Bestandteil des Projekts waren die jetzt eingeweihten Außensportanlagen. Einzige Lücke ist der Haupttrakt, und der liegt im Norden. Seine Erneuerung steht noch aus. Krauschwitz wird wohl weitere Fördermittelanträge schreiben müssen.
       Sächsische Zeitung  


 Kinder erkunden Oberschule Lausitzer Rundschau 15.01.2014-19:45   TOP 
Kleinsportanlage der Krauschwitzer Einrichtung noch im Bau
Ein Kommen und Gehen hat am späten Montagnachmittag im Gebäude der Oberschule "Geschwister Scholl" in Krauschwitz geherrscht. Grund dafür war der traditionelle Tag der offenen Tür.


Zum Tag der offenen Tür wurden im Chemiekabinett unter Leitung von Chemielehrerin Carola Kästner (r.) und den Schülern Emanuel Trautmann (l.) und Enrico Pohl (M.) Experimente vorgeführt. Unter anderem ging es darum, Farbstoffgemische zu trennen.

Die Eltern haben mit ihren Kindern innerhalb von zwei Stunden ausgiebig Gelegenheit gehabt, sich die Lernbedingungen an der Schule anzuschauen und sich über Lerninhalte der Klassenstufe fünf bei den Fachlehrern zu informieren. Dabei sind jedes Jahr besonders die Grundschüler der jetzigen vierten Klassen der Region angesprochen, die für das kommende Schuljahr den Wechsel an eine Oberschule beabsichtigen.

Auch Jacqueline Schröder (33), Ehemann Ricardo (34) und Sohn Marvin-Luca aus Bad Muskau schlenderten durch die Krauschwitzer Schule: "Für unseren Sohn steht es schon fest, dass er diese Schule hier in Krauschwitz besuchen wird. Seine jetzigen Klassenkameraden aus Bad Muskau kommen fast alle mit und so freut er sich schon drauf", sagt Jacqueline Schröder. In den Fachkabinetten probierten die künftigen Oberschüler gern kleine Experimente aus. Im Chemiekabinett luden Lehrerin Carola Kästner und die Neuntklässler Enrico Pohl und Emanuel Trautmann zu mehreren interessanten Experimenten ein.

Diesen Tag der offenen Tür nutzten auch gern die Schüler der jetzigen sechsten Klassen, um sich die Inhalte der Neigungskurse für das kommende Schuljahr anhand von Schautafeln erklären zu lassen. Dabei stand die Auswahl für die Oberschüler von Kreativwerkstatt über Fitnesslandschaft bis hin zur russischen Sprache.

Diana Reckzeh lockte die Besucher gern in ihren Raum, wo es Informationen zum Ganztagsangebot gab: "Ich bin eine ehemalige Mutti hier aus der Schule und lade immer mittwochs zum Töpfern ein. Neben Töpfern entstehen aber auch sehr viele andere kreative Dinge. Zu besonderen Anlässen im Jahr wird gebastelt wie 3-D-Karten oder Weihnachts- und Osterschmuck. Dafür besteht bei den Schülern großes Interesse", sagte Diana Reckzeh.

Sehr kooperativ geht es zwischen der Oberschule Krauschwitz und den Grundschulen aus Sagar und Bad Muskau zu. "Doch wir sind auch jederzeit für die Grundschüler aus der Region offen. Die Entscheidung liegt bei den Eltern", so Michael Christoph, der bereits seit 1997 an der Krauschwitzer Bildungseinrichtung als Schulleiter tätig ist.

Sehr positiv gestimmt ist er über die Fertigstellung des ersten und zweiten Bauabschnittes an seiner Schule und über die nagelneue Turnhalle. Die Sanierungsarbeiten wurden bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt. "Unsere Schule ist teilsaniert. Es steht noch der dritte Bauabschnitt an. Einige Fachunterrichtsräume sind dringend zu modernisieren. Auch die Sichtseite an der Außenfassade gehört dazu. Immerhin ist das Schulgebäude 56 Jahre alt und nach dieser langen Zeit fallen schon immer wieder einmal Sanierungsarbeiten an. Gegenwärtig wird unser Sportplatz erneuert. Diese Kleinsportanlage soll auf jeden Fall noch in diesem Schuljahr übergeben werden", so der Schulleiter.

In der Oberschule Krauschwitz werden 230 Schüler in zehn Klassen in den Klassenstufen fünf bis zehn von 21 Lehrern unterrichtet.

Martina Arlt(LR)
       Lausitzer Rundschau  


 Aus Tradition verbunden – Krauschwitzer Mittelschule feiert 55-jähriges Bestehen Lausitzer Rundschau 06.05.2013-05:39   TOP 
Rund 400 Gäste kamen am Freitag / Kollegium sieht Schulstandort als gesichert für die Zukunft an / Stolz auf die neue Sporthalle
Krauschwitz Wer am vergangenen Freitag in die Mittelschule nach Krauschwitz gekommen war, der fühlte sich zurückversetzt in die auch nicht immer gute, aber alte Schulzeit. Lehrer, die ihre längst grau melierten Ehemaligen drückten und herzten, und Schüler, die mit Stolz und Freude präsentierten, was sie zuvor monatelang vorbereitet hatten, stifteten eine festliche Atmosphäre.

Wer am vergangenen Freitag in die Mittelschule nach Krausch witz gekommen war, der fühlte sich zurückversetzt in die auch nicht immer gute, aber alte Schulzeit. Lehrer, die ihre längst grau melierten Ehemaligen drückten und herzten, und Schüler, die mit Stolz und Freude präsentierten, was sie zuvor monatelang vorbereitet hatten, stifteten eine festliche Atmosphäre. Birkengrün, Blumen, Girlanden und ein Maibaum im Schulhof gaben den geschmückten Rahmen des 55. Krauschwitzer Schuljubiläums, das unter dem Motto "Schulhof- und Bauernmarkt" firmierte. Biologielehrerin Steffi Hahn und ihre siebten Klassen hatten sich bereits im vergangenen Schuljahr mit dem Thema Wild- und Gartenkräuter beschäftigt, gelernt, wie Öl und Essig entstehen. "Wir haben leere Flaschen gesammelt, so hat heute jeder Gast die Möglichkeit, Krausch witzer Kräuteressig oder -öl mit nach Hause zu nehmen.

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